Zusammenfassung
Bei einer Magenschleimhautentzündung vertragen die meisten Menschen milde, leicht verdauliche Speisen besser als schwere, fettige oder stark gewürzte Kost. Kaffee, Alkohol, Zitrusfrüchte und scharfe Gewürze reizen die Schleimhaut häufig zusätzlich. Am Ende zählt aber die individuelle Verträglichkeit – am besten einfach ausprobieren.
Wie gut der Magen einzelne Lebensmittel verträgt, ist individuell verschieden. Trotzdem gibt es einige Speisen, mit denen die meisten Betroffenen gut fahren – und andere, die den gereizten Magen eher zusätzlich belasten.
Gut verträglich sind meist:
- Haferflocken, als Brei zubereitet
- Zwieback
- Gekochte Kartoffeln
- Gedünstetes Gemüse
- Mageres Geflügelfleisch
- Magere Fischsorten
- Fettarme Milchprodukte
- Bananen und geriebener Apfel
- Vollkornnudeln, Naturreis
Eher meiden sollte man:
- Kaffee
- Alkohol
- Kohlensäurehaltige Getränke
- Scharfe Gewürze wie Chili oder Pfeffer
- Zitrusfrüchte und säurereiche Fruchtsäfte
- Fette und frittierte Speisen
- Süßigkeiten
- Geräucherte Fisch- und Fleischwaren
- Sehr heiße oder eiskalte Speisen und Getränke
Allgemeine Tipps
Neben der Auswahl der Lebensmittel spielt auch das Essverhalten selbst eine Rolle. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind für den gereizten Magen meist angenehmer als wenige große Portionen. Langsames Essen und gründliches Kauen helfen zusätzlich, denn das entlastet den Magen. Und: Mit dem Essen aufhören, schon sobald sich ein leichtes Sättigungsgefühl einstellt. Wichtig ist außerdem, ausreichend zu trinken, insbesondere wenn in akuten Phasen zeitweise auf feste Nahrung verzichtet werden muss. Als Getränke empfehlen Experten vor allem stilles Wasser und milde Kräutertees – auf Kohlensäure und stark säure- oder zuckerhaltige Getränke unbedingt verzichten.
Wichtig ist trotzdem: Es gibt keine allgemeingültige Gastritis-Diät. Wer merkt, dass ein bestimmtes Lebensmittel gut vertragen wird, muss nicht pauschal darauf verzichten das und wer bei etwas vermeintlich Harmlosem Beschwerden bekommt, sollte genau darauf lieber weglassen. Am besten hilft es, ein paar Tage lang zu beobachten, worauf der eigene Magen reagiert. Notizen in einem Tagebuch helfen dabei.


