Die Wechseljahre können Angst machen. Manche Frauen fürchten sich vor dem, was da auf sie zukommt. Andere nehmen sie einfach hin – vielleicht auch die Beschwerden – und kämpfen sich dadurch. Und wieder andere sehen die Zeit des Wandels positiv, starten endlich nochmal neu durch. Was allen hilft: sich informieren, mit anderen austauschen und nicht still leiden.
Wie stark die Wechseljahre eine Frau treffen werden, kann man nicht voraussagen. Auch, wann die Menopause eintritt, ist individuell unterschiedlich. Laut Statistik haben Frauen die letzte Blutung im Durchschnitt mit 51 Jahren.
Ihr Wegweiser durch die Wechseljahre
Warum die Wechseljahre oft früher beginnen, als viele denken
Ein bisschen orientieren kann man sich an der Mutter: Oft beginnen die ersten Symptome der Wechseljahre aufgrund genetischer Faktoren bei Mamas und Töchtern ungefähr im gleichen Lebensalter. Bei vielen geht es ab Ende 30 oder Anfang 40 los. Die Perimenopause beginnt und die Prämenopause, also die fruchtbare Zeit ab der ersten Periode, endet. Es gibt dann immer wieder Zyklen ohne Eisprung. „Daraufhin produziert der Körper deutlich weniger Gelbkörperhormon, also Progesteron, das uns gelassen macht und etwa beim Einschlafen hilft“, erklärt Dr. Daniela Bach, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe aus Bad Nauheim. Fehlt dieses „Beruhigungs-Hormon“, gehen wir viel schneller an die Decke. Wir schlafen schlechter ein und machen uns mehr Sorgen. Vor allem in der frühen Perimenopause kann es aber auch Phasen mit einem Überschuss an Östrogen geben. Dann treten andere Beschwerden auf wie zum Beispiel Wassereinlagerungen oder ein verkürzter Zyklus. „In der Perimenopause herrscht unter Umständen ein wildes Hormonchaos mit entsprechend vielen Symptomen.“
Erste Anzeichen: Wenn man sich nicht mehr wie man selbst fühlt
„Häufig an dem diffusen Gefühl ,Ich bin nicht mehr ich selbst‘“, erklärt Dr. Bach, die derzeit als Coach für Frauengesundheit arbeitet (www.glueckssprechstunde.de). „Frauen sind dann weniger stressresistent, werden schneller wütend und es fließen öfter Tränen, selbst wegen Kleinigkeiten.“ Viele leiden auch unter Vergesslichkeit, Konzentrationsproblemen, Haarausfall, trockener, juckender Haut oder Allergien – die Liste an Symptomen in den Wechseljahren ist noch länger.
Menopause: Was passiert, wenn die Regel ausbleibt
Im Durchschnitt haben Frauen mit 51 Jahren ihre letzte Monatsblutung – die Menopause. Festlegen lässt sich das erst rückblickend, wenn die Blutung 12 Monate ausgeblieben ist. Ein Jahr nach der Menopause beginnt die Postmenopause. Sie dauert je nach Definition zehn bis 15 Jahre oder den Rest des Lebens. „Das Auf und Ab der Hormone beruhigt sich nun langsam – und damit gehen auch viele Beschwerden zurück“, sagt die Gynäkologin Dr. Judith Bildau. Trotzdem ist etwas anders: „Der schützende Effekt der Hormone fällt weg. Ausgewogene Ernährung, genügend Nährstoffe, Bewegung und Muskelaufbau sind deshalb nun besonders wichtig für Gelenke, Knochen, Herz-Kreislauf-System und Gehirn.“
Gut durch die Wechseljahre: Kraft, Ruhe und Unterstützung


