Schweißausbrüche mitten in der Nacht, ein Herz, das plötzlich aus dem Takt gerät, Stimmungsschwankungen, die sich kaum erklären lassen: Die Wechseljahre bringen für viele Frauen Beschwerden mit sich, die den Alltag spürbar belasten können. Bei stark ausgeprägten Symptomen ist häufig eine Hormonersatztherapie (HRT) die wirksamste Lösung. Viele Frauen wollen nur leichte bis mittelschwere Beschwerden in den Griff zu bekommen – und erst einmal auf die Kraft der Natur setzen. Nach Rücksprache mit der Frauenärztin können pflanzliche Mittel teilweise auch begleitend zur HRT angewendet werden.
Ihr Wegweiser durch die Wechseljahre
Pflanzliche Präparate mit Sorgfalt auswählen
Mönchspfeffer, Traubensilberkerze oder Rotklee etwa enthalten Wirkstoffe, die hormonähnlich wirken oder regulierend in den Hormonhaushalt eingreifen. Andere Pflanzen wie Salbei oder Weißdorn setzen gezielter an einzelnen Symptomen an, etwa an übermäßigem Schwitzen oder Herzrasen. Die Studienlage ist nicht für alle Pflanzen gleich gut – bei manchen ist die Wirkung solide belegt, bei anderen bleibt sie umstritten. Eines haben jedoch alle gemeinsam: Auch pflanzliche Mittel sind Arzneimittel und sollten bewusst eingesetzt werden.
Immer wichtig dabei: Auf zugelassene Arzneipräparate aus der Apotheke zurückgreifen. Sie enthalten hochwertige Wirkstoffe in der nötigen Konzentration. Da auch pflanzliche Präparate Nebenwirkungen haben können oder zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln führen, vor der Einnahme den Arzt fragen.
Gewürze ins Essen oder Kräuter als Tee aufbrühen
Außerdem gibt es Kräuter, die nicht als Tablette oder Tropfen eingenommen werden, sondern zum Beispiel als Gewürz in den Speiseplan integriert werden können. Dazu zählen etwa Moringa, Fenchel- und Bockshornkleesamen oder Galgant sowie Safran. Melanie Wenzel, Heilpraktikerin, Kräuter-Expertin und Autorin („Natürlich, hot & happy. Ohne Hormone durch die Wechseljahre“, Goldegg, 24 Euro) rät: „Suchen Sie sich je nach Beschwerden zwei bis vier Gewürze oder Kräuter aus, um sie in den täglichen Speiseplan zu integrieren.“

© Foto: KI-generiert mit Midjourney/Agentur2
Im Überblick: Ihre Beschwerde – und die passende Pflanze
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