Jedes Jahr im Frühsommer ist es wieder so weit: Die ersten Matjesfässer werden geöffnet, Restaurants hängen Tafeln vor die Tür und plötzlich sprechen Menschen mit erstaunlicher Leidenschaft über Heringe. Über Heringe! Niemand diskutiert beim Bäcker über Weizen, aber beim Matjes wird gefachsimpelt wie bei einer Fußball-WM.
Was ist Matjes eigentlich?
Die kurze Antwort: ein junger Hering. Die etwas längere: Matjes wird aus Heringen hergestellt, die vor der Laichzeit gefangen werden. Zu diesem Zeitpunkt haben die Fische besonders viel Fett angesetzt. Anschließend werden sie traditionell mild gesalzen und reifen einige Tage. Das Ergebnis ist kein kräftiger Salzfisch, sondern ein zarter, fast cremiger Hering mit einem angenehm milden Geschmack.
Und genau deshalb mögen ihn selbst Menschen, die sonst einen großen Bogen um Fisch machen.







