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22 entschleunigende Granny-Hobbys, die einfach guttun

8.5.2026

Stricken, Töpfern, Kränze binden oder Torten dekorieren: Diese Hobbys sind kreativ, wohltuend und wunderbar analog – perfekt für alle, die den Alltag ein bisschen langsamer machen möchten.

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Foto: StockFood/The Picture Pantry

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Zusammenfassung


Alte Hobbys, neue Sehnsucht: Granny-Hobbys wie Stricken, Häkeln, Sticken, Töpfern, Brot backen oder Gärtnern passen perfekt in eine Zeit, in der viele Menschen wieder mehr Ruhe, Kreativität und echte Handarbeit suchen. Wir stellen 22 entschleunigende Hobbys vor – mit Einsteigerprojekt, Profi-Idee und passender Buch- oder Tutorial-Empfehlung.

Inhalt

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Hände stricken mit gelber Wolle und Holznadeln

© Foto: Shutterstock.com

Handarbeit neu entdecken: Kreative Hobbys mit Wolle, Stoff und Garn

🧶 Stricken: Entspannte Handarbeit für ruhige Abende

Warum Ihnen das guttut: 
Stricken ist Yoga für die Hände: Masche für Masche entsteht etwas, während der Kopf endlich langsamer wird. Der Rhythmus beruhigt, das Material fühlt sich schön an – und am Ende hält man keinen Bildschirm in der Hand, sondern einen Schal, eine Mütze oder ein Paar Socken. Ziemlich guter Tausch.

Was Sie dazu brauchen: 
Für den Anfang reichen Wolle, passende Stricknadeln, eine Schere, eine stumpfe Wollnadel zum Vernähen und ein Maßband. Wer lieber auf Nummer sicher geht, nimmt ein Garn in mittlerer Stärke: nicht zu fein, nicht zu flauschig, nicht zu diva-mäßig.

Das ideale Einsteigerprojekt: 
Ein einfacher Schal oder Loop im kraus rechten Muster. Dafür muss man nur rechte Maschen stricken – und sieht trotzdem schnell Fortschritte. Perfekt für Abende auf dem Sofa, an denen nebenbei noch ein Hörbuch laufen darf.

Ein Projekt für Profis
: Ein Pullover mit Zopfmuster, Farbwechsel oder Raglanpasse. Hier geht es dann nicht mehr nur um Entspannung, sondern auch um Technik, Geduld und die hohe Kunst, Maschenproben nicht zu ignorieren.

Das ideale Buch zum Thema: 
Stephanie van der Linden: Stricken – Das Standardwerk, frechverlag/TOPP, 352 Seiten, 32 Euro.

Ein echtes Grundlagen- und Nachschlagebuch für alle, die mehr wollen als nur rechte und linke Maschen. Es führt von den Basics bis zu Spezialtechniken, enthält viele Abbildungen und Online-Videos – praktisch, wenn man beim Stricken lieber einmal hinschaut, statt dreimal an derselben Masche zu verzweifeln.

🧣 Häkeln: Kreatives Hobby mit schnellen Erfolgserlebnissen

Warum Ihnen das guttut: 
Häkeln ist wunderbar direkt: Eine Nadel, ein Faden – und schon wächst etwas Kleines, Schönes, Nützliches. Weil immer nur eine Masche aktiv ist, wirkt Häkeln oft weniger einschüchternd als Stricken. Und wer einmal verstanden hat, wie Luftmaschen, feste Maschen und Stäbchen funktionieren, merkt schnell: Ach, das kann ja süchtig machen.

Was Sie dazu brauchen: 
Eine Häkelnadel, Garn, Schere, Wollnadel und eventuell Maschenmarkierer. Für den Start am besten ein glattes Baumwollgarn wählen, damit man die Maschen gut erkennt. Flauschgarn sieht zwar verführerisch aus, ist für Anfänger aber ungefähr so transparent wie ein Steuerbescheid.

Das ideale Einsteigerprojekt: 
Ein Topflappen, Untersetzer oder kleines Spültuch. Alles ist rechteckig, praktisch und verzeiht kleine Unebenheiten. Außerdem hat man sehr schnell ein Ergebnis, das nicht nur hübsch, sondern tatsächlich im Alltag nutzbar ist.

Ein Projekt für Profis: 
Eine Granny-Square-Decke, ein gehäkeltes Kleidungsstück oder Amigurumi-Figuren mit vielen kleinen Details. Hier kommen sauberes Zählen, gleichmäßige Spannung und Zusammennähen ins Spiel – die Königsdisziplin der Geduldigen.

Das ideale Buch zum Thema: 
Beate Hilbig: Häkeln basics – Alle Techniken auch für Linkshänder!, frechverlag/TOPP, 156 Seiten, 18 Euro.

Ein sehr zugänglicher Häkelkurs für Einsteigerinnen und Einsteiger – besonders schön, weil er Rechts- und Linkshänder mitdenkt. Viele Schritt-fotos, kleine Projekte nach jeder Lektion und ergänzende Online-Tutorials machen den Einstieg angenehm niedrigschwellig.

🪡 Sticken: Kleine Stiche für große Ruhe

Warum Ihnen das guttut: 
Sticken ist die vielleicht stillste Form von Kreativität: kleine Stiche, langsames Arbeiten, viel Konzentration auf Farbe, Stoff und Linie. Es braucht keine große Ausstattung und keinen eigenen Bastelraum – nur ein bisschen Zeit. Und plötzlich wird aus einem schlichten Stoffstück etwas Persönliches.

Was Sie dazu brauchen: 
Stickgarn, Sticknadeln, Stoff, eine kleine Schere und am besten einen Stickrahmen, damit der Stoff schön gespannt bleibt. Für den Anfang eignen sich Baumwollstoff oder Leinenmischungen. Vorlagen kann man übertragen – oder man startet ganz frei mit einfachen Blüten, Linien oder Initialen.

Das ideale Einsteigerprojekt
: Ein kleines Blumenmotiv auf einem Stoffbeutel, einer Serviette oder einem alten T-Shirt. Dafür reichen wenige Grundstiche, zum Beispiel Rückstich, Stielstich und Plattstich. Kleine Unregelmäßigkeiten machen den Charme aus – das ist Handarbeit, kein Laserdruck.

Ein Projekt für Profis: 
Ein großes Stickbild, ein besticktes Kleidungsstück oder ein Motiv mit vielen Stichen, Schattierungen und plastischen Effekten. Wer es richtig kunstvoll mag, kombiniert verschiedene Garnstärken, Perlen oder sogar 3D-Elemente.

Das ideale Buch zum Thema: 
Anne Mende: Sticken – Die große Bibliothek der schönsten Stiche. 230 Stiche, 40 Motive, ganz viel Stickspaß“, frechverlag/TOPP, 144 Seiten, 22 Euro

Ein schönes Buch für alle, die nicht nur ein Projekt nacharbeiten, sondern wirklich verstehen möchten, welche Stiche möglich sind. Die große Stichbibliothek macht es zugleich zum Inspirationsbuch und Nachschlagewerk – ideal, wenn aus einem kleinen Blümchen irgendwann ein richtiges Stickbild werden soll.

👗 Nähen: Aus Stoffresten werden neue Lieblingsstücke

Warum Ihnen das guttut: Nähen ist herrlich praktisch: Man arbeitet mit den Händen, sieht schnell Fortschritte und kann am Ende etwas benutzen, tragen oder verschenken. Aus einem schönen Stoff, einem alten Hemd oder ein paar Resten entsteht etwas Neues – das fühlt sich fast ein bisschen nach Zaubern an. Nur mit mehr Stecknadeln.

Was Sie dazu brauchen: Eine Nähmaschine, Stoff, Garn, Stoffschere, Stecknadeln oder Stoffklammern, Maßband, Schneiderkreide und ein Bügeleisen. Gerade letzteres wird gern unterschätzt: Viele Nähprojekte gelingen nicht an der Maschine, sondern am Bügelbrett.

Das ideale Einsteigerprojekt: Ein Kissenbezug, ein Stoffbeutel oder einfache Servietten. Das sind überschaubare Projekte mit geraden Nähten, die schnell fertig werden und trotzdem nach „Das habe ich selbst gemacht!“ aussehen.

Ein Projekt für Profis: Ein Kleidungsstück mit Reißverschluss, Knopfleiste, Futter oder sauber gearbeiteten Taschen. Spätestens hier zeigt sich: Nähen ist nicht nur Handarbeit, sondern auch Konstruktion, Genauigkeit und die Kunst, Schnittmuster wirklich zu verstehen.

Das ideale Buch zum Thema: Brigitte Binder, Karin Roser, Jutta Kühnle: Nähen – Das Standardwerk. Mit vielen aktuellen Trend- und Spezialtechniken. Über 1.100 Abbildungen, Online-Videos, frechverlag/TOPP, 352 Seiten, 32 Euro.

Ein umfassendes Lehr- und Nachschlagewerk für alle, die Nähen gründlich lernen oder vorhandenes Wissen auffrischen möchten. Besonders praktisch: Es reicht von Materialkunde und Grundtechniken bis zu Spezialthemen wie Patchwork, Quilten und komplexeren Nähdetails.

Und los geht’s – Zeit für neue Projekte

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𖣯 Quilten & Patchwork: Stoffstücke mit Geschichte neu zusammensetzen

Warum Ihnen das guttut: Patchwork ist die Kunst, aus vielen kleinen Teilen ein großes Ganzes zu machen. Das hat etwas wunderbar Beruhigendes – und fast Symbolisches. Alte Stoffreste, Lieblingsmuster oder aussortierte Hemden bekommen ein zweites Leben. Quilten setzt dem Ganzen dann die Krone auf: Schicht für Schicht entsteht Wärme, Struktur und ein echtes Erinnerungsstück.

Was Sie dazu brauchen: Baumwollstoffe oder Stoffreste, Rollschneider, Schneidematte, Patchwork-Lineal, Nähmaschine, Garn, Stecknadeln oder Stoffklammern. Für einen Quilt kommen zusätzlich Volumenvlies und Rückseitenstoff dazu. Und, ganz wichtig: Geduld. Patchwork ist kein Sprint, eher ein sehr hübscher Langstreckenlauf.

Das ideale Einsteigerprojekt: Ein Tischset, ein Kissenbezug oder ein kleiner Läufer aus einfachen Quadraten. So lernt man Zuschnitt, Nahtzugaben und das genaue Zusammensetzen, ohne gleich an einer Tagesdecke zu verzweifeln.

Ein Projekt für Profis: Ein großer Quilt mit komplexem Muster, Farbverlauf oder Applikationen. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, wagt sich ans Freihandquilten – also an dekorative Steppnähte, die dem Stück zusätzlich Leben geben.

Das ideale Buch zum Thema: Alice Kreyder: Patchwork. Grundlagen und Projekte, frechverlag/TOPP, 176 Seiten, 32 Euro.

Ein schönes Buch für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene, weil es Grundlagen, Techniken und konkrete Projekte verbindet. Vom Tischset bis zum Plaid zeigt es, wie vielseitig Patchwork sein kann – dekorativ, praktisch und sehr viel moderner, als man früher vielleicht dachte.

🌀 Spinnen mit der Handspindel: Altes Handwerk für neue Ruhe

Warum Ihnen das guttut: Spinnen mit der Handspindel ist eines dieser Hobbys, bei denen man sofort merkt: Die Welt war früher langsamer. Aus loser Wolle wird ein Faden – nur durch Drehung, Fingerspitzengefühl und ein bisschen Übung. Das ist erstaunlich meditativ und fast magisch. Außerdem bekommt man plötzlich großen Respekt vor jedem Wollknäuel.

Was Sie dazu brauchen: Eine Handspindel, vorbereitete Spinnfasern wie Kammzug oder kardierte Wolle und etwas Platz zum Üben. Für den Anfang ist eine einfache Fallspindel ideal. Wer später weitermachen möchte, ergänzt eine Haspel oder einen Niddy Noddy zum Aufwickeln des Garns.

Das ideale Einsteigerprojekt: Ein kleines Knäuel selbst gesponnene Wolle. Es muss noch nicht perfekt gleichmäßig sein – im Gegenteil: Die ersten unregelmäßigen Fäden haben Charakter. Daraus kann später ein kleines Webstück, eine Kordel oder ein dekoratives Band entstehen.

Ein Projekt für Profis: Ein gezielt geplantes Garn mit bestimmter Stärke, Farbe oder Struktur – zum Beispiel zweifädig verzwirnt oder aus unterschiedlich gefärbten Fasern. Noch anspruchsvoller wird es, wenn das Garn anschließend für ein konkretes Strick-, Häkel- oder Webprojekt verwendet wird.

Das ideale Buch zum Thema: Chantal-Manou Müller: spinn, Spindel, spinn. Altes Handwerk – Neu entdeckt, BoD – Books on Demand, 124 Seiten, 15 Euro.

Ein passender Einstieg für alle, die wirklich mit der Handspindel beginnen möchten. Das Buch erklärt Grundlagen des Handspinnens, Faserauswahl, Anfängerübungen und das Fertigstellen des Garns – inklusive Tipps für eigene Projekte und sogar einer Anleitung zum Bau einer Handspindel.

🐑 Weben: Langsames Gestalten mit Fäden, Farben und Struktur

Warum Ihnen das guttut: Weben ist wunderbar rhythmisch: Faden hoch, Faden runter, Reihe für Reihe. Dabei entsteht ein Muster, ohne dass man ständig entscheiden muss, was als Nächstes passiert. Das macht Weben zu einem idealen Hobby für alle, die gerne gestalten, aber nicht permanent kreativ Höchstleistung bringen möchten.

Was Sie dazu brauchen: Einen kleinen Webrahmen, Garn oder Wolle, eine Webnadel, Kamm oder Gabel zum Anschieben der Fäden und eine Schere. Für den Anfang reicht ein einfacher Schulwebrahmen völlig aus. Wer mag, kombiniert unterschiedliche Garnstärken, Farben oder kleine Naturmaterialien.

Das ideale Einsteigerprojekt: Ein kleiner Wandbehang, ein Untersetzer oder ein gewebtes Lesezeichen. So bekommt man ein Gefühl für Spannung, Rhythmus und Muster – und sieht schnell, wie aus einzelnen Fäden eine Fläche wird.

Ein Projekt für Profis: Ein größerer Wandteppich mit Farbflächen, Fransen, Reliefstrukturen oder eingewebten Details. Anspruchsvoll wird es, wenn unterschiedliche Techniken und Materialien zusammenkommen und das Webstück nicht nur dekorativ, sondern richtig textil-künstlerisch wirkt.

Das ideale Buch zum Thema: Mary Maddocks: Weben – Das neue Handbuch. Grundlagen, moderne Deko-Projekte und Accessoires auf kleinem Rahmen, frechverlag/TOPP, 160 Seiten, 25 Euro.

Ein moderner Einstieg ins Weben auf kleinem Rahmen. Besonders schön ist der Mix aus Grundlagen und 17 Projekten, die von der Natur inspiriert sind – ideal, wenn Weben nicht altbacken, sondern ruhig, dekorativ und zeitgemäß wirken soll.

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Hände formen ein Gefäß aus Ton auf der Töpferscheibe

© Foto: Shutterstock.com

Mit den Händen gestalten: Zeitlose Hobbys mit Ton, Farbe und Porzellan

🪴 Töpfern: Mit Ton den Alltag ausschalten

Bianca Gurka führt mit Aline Jörg die Töpferwelt Handkraft in Fürholzen bei Freising

Warum mir das guttut: Beim Töpfern an der Scheibe ist wirklich das Motto: Scheibe an, Alltag aus! Man muss nicht denken, sich um keine anderen Dinge kümmern, sondern kann einfach Eins werden mit der Scheibe und dem Ton. Es ist für mich total meditativ und man fühlt sich einfach gut danach. Beim Modellieren ist es ähnlich, wenn nicht sogar noch entspannender. Man kann die eigene Kreativität voll ausleben und die Gedanken wandern lassen. Töpfern tut einfach gut, weil der Kreativität praktisch keine Grenzen gesetzt sind, man den Kopf ausschalten kann und an den eigenen Aufgaben wächst. Muss man aber auch nicht : Alles kann, nichts muss – das ist beim Ton die Devise.

Was ich dazu brauche: Zum Modellieren benötige ich natürlich in erster Linie Ton. Als Werkzeug kann man im Grunde genommen alles verwenden, was der Haushalt so hergibt. Schwieriger wird es schon beim Töpfern an der Scheibe, das ist daheim etwas schwieriger. Man braucht Platz für eine Töpferscheibe und mit Staub muss man auch leben wollen. Wer dann noch mehr selbst machen möchten, braucht einen Brennofen und Glasuren. Am besten ihr geht in eine Werkstatt – da findet ihr alles bereits vor.

Das ideale Einsteigerprojekt: Eine kleine Schale, ein Becher oder ein einfacher Teller. Wichtig ist nicht, dass alles perfekt rund wird, sondern dass man ein Gefühl für Ton, Wandstärke und Form bekommt. Der erste selbst gemachte Becher muss nicht aussehen wie aus dem Designshop – er darf Persönlichkeit haben.

Ein Projekt für Profis: An der Drehscheibe ist alles, was groß ist, eine Herausforderung. Große Vasen, Salatschüsseln und große Teller. Beim Modellieren wären es wahrscheinlich eine Büste, Hände oder Tiere.

Das ideale Buch zum Thema: Stefanie Meier: Töpfern & Glasieren (kreativ.startup), frechverlag/TOPP, 64 Seiten, 14,99 Euro.

Es bietet Grundlagenwissen zu Ton-Arten, Brenn-Temperaturen, Werkzeugen und Glasuren sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen für einfache und fortgeschrittene Projekte.

🫖 Porzellan bemalen: Aus schlichtem Geschirr werden kleine Lieblingsstücke

Warum Ihnen das guttut: Porzellan bemalen ist ein wunderbares Hobby für alle, die gern gestalten, aber nicht gleich eine ganze Werkstatt einrichten möchten. Ein weißer Teller, eine Tasse oder eine alte Schale wird zur kleinen Leinwand. Das Arbeiten ist ruhig, konzentriert und angenehm überschaubar – und am Ende steht etwas auf dem Tisch, das wirklich benutzt werden darf.

Was Sie dazu brauchen: Weißes Porzellan, Porzellanmalstifte oder Porzellanfarben, feine Pinsel, eventuell Schablonen, Klebeband und ein weiches Tuch zum Korrigieren. Viele Farben werden im normalen Backofen eingebrannt; wichtig ist, vorher genau die Herstellerangaben zu lesen. Und ja: Wer die Lieblingstasse bemalen möchte, übt besser zuerst auf einem Flohmarkt-Fund.

Das ideale Einsteigerprojekt: Eine Tasse mit Punkten, kleinen Blüten, Initialen oder einem einfachen Spruch. Auch Tellerränder lassen sich schön gestalten, weil man dort mit wiederholten Mustern schnell ein harmonisches Ergebnis erzielt. Kleine Wackler wirken dabei oft charmanter als allzu perfekte Linien.

Ein Projekt für Profis: Ein komplettes Frühstücksset mit wiederkehrendem Motiv: Tassen, Teller, Schälchen und vielleicht sogar eine kleine Kanne. Anspruchsvoll wird es, wenn Farben, Linien und Muster auf mehreren Stücken zusammenpassen sollen, ohne streng nach Service-Abteilung auszusehen.

Die ideale Inspiration zum Thema: Besonders hilfreich sind die Video-Anleitungen des Pottery Art Café. Dort werden verschiedene Techniken Schritt für Schritt gezeigt – von einfachen Grundregeln bis zu Mustern mit Spitze oder kleinen Blumenmotiven. Wer lieber auf Instagram stöbert, findet bei @zinkundzauber viele Ideen rund ums Keramikbemalen, Workshops und kreative Sets für zu Hause.

🎨 Aquarellmalerei: Farbe, Wasser und ein bisschen Mut

Warum Ihnen das guttut: Aquarellmalerei ist perfekt für alle, die Kontrolle gern mal loslassen möchten. Wasser, Farbe und Papier machen nämlich nicht immer exakt das, was man geplant hat – und genau darin liegt der Reiz. Man malt langsam, beobachtet Verläufe, wartet, lässt trocknen, setzt wieder an. Das ist entschleunigend, sinnlich und sehr viel freundlicher, als der Satz „Ich kann aber nicht malen“ vermuten lässt.

Was Sie dazu brauchen: Aquarellfarben, Aquarellpapier, Pinsel in verschiedenen Größen, Wasserbehälter, Küchenpapier und eventuell ein Bleistift für leichte Vorzeichnungen. Beim Papier lohnt sich gute Qualität besonders: Normales Kopierpapier macht aus zarten Farbverläufen schnell traurige Pfützen.

Das ideale Einsteigerprojekt: Kleine Blätter, Blüten, Beeren oder einfache Landschaften. Besonders dankbar sind Motive, bei denen es nicht auf absolute Genauigkeit ankommt. Ein zarter Blätterkranz oder eine einfache Grußkarte gelingen oft schon mit wenigen Farben.

Ein Projekt für Profis: Ein größeres Landschaftsbild mit Himmel, Wasser, Lichtstimmung und mehreren Farbschichten. Anspruchsvoll wird es, wenn Lasuren, Nass-in-Nass-Technik und gezielte Weißflächen zusammenspielen sollen. Dann ist Aquarell nicht mehr nur hübsch, sondern richtig kunstvoll.

Das ideale Buch zum Thema: Ekkehardt Hofmann: Handbuch Aquarell. Grundlagen, Techniken, Motive, Christophorus Verlag, 160 Seiten, 19,99 Euro.

Ein solides Grundlagenbuch für Einsteigerinnen und Fortgeschrittene: Es erklärt Material, Techniken, Lasuren, Nass-in-Nass-Malen und Farbmischungen Schritt für Schritt.

Eine Hand schreibt mit einem Stift in ein Notizbuch

© Foto: Shutterstock.com

Kleine Kunstwerke gestalten: Kreative Hobbys mit Papier, Schrift und Schmuck

🖋️ Journaling: Schreiben als kleine Auszeit vom Alltag

Warum Ihnen das guttut: Journaling ist wie ein Gespräch mit sich selbst – nur ohne Gegenrede. Gedanken sortieren, Erinnerungen festhalten, Pläne machen, kleine Glücksmomente notieren: All das hilft, den Kopf zu entwirren. Und weil ein Journal nicht perfekt aussehen muss, darf es genau so werden, wie der Tag eben war.

Was Sie dazu brauchen: Ein schönes Notizbuch, einen Lieblingsstift und vielleicht ein paar Sticker, Washi-Tape, Fotos oder kleine Fundstücke. Wer es strukturierter mag, arbeitet mit Monatsübersichten, Listen und Trackern. Wer es freier liebt, schreibt einfach los. Beide Varianten zählen.

Das ideale Einsteigerprojekt: Eine tägliche Mini-Seite mit drei Fragen: Was war heute schön? Was beschäftigt mich? Worauf freue ich mich morgen? Das dauert nur wenige Minuten, kann aber erstaunlich viel Ruhe in den Tag bringen.

Ein Projekt für Profis: Ein Jahresjournal mit Monatsrückblicken, Habit Trackern, Kreativseiten, Fotos, Zitaten und kleinen Erinnerungsstücken. Dann wird aus dem Notizbuch ein persönliches Archiv – und aus vielen kleinen Tagen ein großes Ganzes.

Das ideale Buch zum Thema: Verena Hillgärtner: Nature Journaling. Dein Weg zu mehr Kreativität, Naturverbindung und Neugier, Kosmos Verlag, 144 Seiten, 20 Euro.

Dieses Buch verbindet Schreiben, Beobachten, Zeichnen und Achtsamkeit. Ideal für alle, die ihr Journal nicht nur mit Gedanken, sondern auch mit Naturmomenten füllen möchten.

Wieso Schreiben auch gut für unser Gedächtnis ist

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🖌️ Kalligrafie & Handlettering: Schöne Buchstaben für ruhige Minuten

Ulrike Passoth ist Redakteurin bei „Frau im Leben“ und leitet das Ressort Wohnen & Erleben

Warum mir das guttut: Ich finde Ruhe und Konzentration durch langsames, bewusstes Schreiben. Bisher arbeite ich nur mit einem Kalligrafie-Stift, den gibt’s in vielen bunten Farben (z. B. edding oder Staedler). Ich bin immer wieder überrascht, wie edel ein Text in schöner Handschrift wirkt. Künftig möchte ich mich auch mal an Handlettering mit Federhalter und Tinte wagen.

Was ich dazu brauche: Einen Kalligrafie-Stift (Füller, Brush Pen oder Federhalter), hochwertiges Papier (glatt und nicht zu saugfähig), Tinte oder spezielle Kalligrafie-Marker sowie Vorlagen oder Übungsblätter für Schriftarten. Optional sind: Lineal, Übungsraster und Skizzenpapier. Für den Anfang reicht aber wirklich ein guter Stift – die große Tintenkunst kann später kommen.

Das ideale Einsteigerprojekt: Mit einem Kalligrafie-Stift den Text auf eine Grußkarte schreiben, das ist wirklich simpel. Mit einem Federhalter das Alphabet in einer einfachen Schriftart üben (z. B. Druckschrift oder Brush Script) oder ein Lieblingswort in verschiedenen Schreibstilen ausprobieren.

Ein Projekt für Profis: Mit etwas mehr Erfahrung lässt sich ein komplettes handgeschriebenes Zitat- oder Gedicht-Layout gestalten. Oder man kombiniert auf einer Karte sogar verschiedene Schriftstile in einem harmonischen Design.

Das ideale Buch zum Thema: Handlettering All you need. Das Übungsbuch. Die schönsten Alphabete und Schmuckelemente ganz einfach erlernen, frechverlag/TOPP, 80 Seiten, 7,99 Euro.

Ich empfehle das Buch „Handlettering – All you need“, weil es einen sehr einfachen und motivierenden Einstieg in modernes Handlettering bietet. Basis sind viele klare Schritt-für-Schritt-Übungen. Es hilft, verschiedene Alphabete, Schriftstile und kleine Gestaltungselemente praktisch zu trainieren. Auf den vielen Übungsflächen kannt jeder sofort selbst aktiv werden und schnell Fortschritte machen.

📖 Scrapbooking: Erinnerungen kreativ festhalten

Warum Ihnen das guttut: Scrapbooking macht aus Fotos, Eintrittskarten, Postkarten und kleinen Schnipseln echte Erinnerungsseiten. Man klebt, schneidet, arrangiert und erzählt dabei die eigene Geschichte noch einmal neu. Das ist kreativ, nostalgisch und viel schöner, als 700 Urlaubsfotos für immer im Handy verschwinden zu lassen.

Was Sie dazu brauchen: Ein Album oder Notizbuch, Fotos, schönes Papier, Kleber, Schere, Stifte, Washi-Tape, Sticker und kleine Erinnerungsstücke. Für den Anfang reicht eine kleine Materialauswahl völlig aus. Sonst verbringt man mehr Zeit mit Sortieren als mit Gestalten – auch ein Hobby, aber ein anderes.

Das ideale Einsteigerprojekt: Eine einzelne Doppelseite zu einem Ausflug, Geburtstag oder besonderen Wochenende. Ein Foto, ein kurzer Text, ein paar Farben, vielleicht ein kleines Ticket – fertig ist die erste Erinnerungsseite.

Ein Projekt für Profis: Ein komplettes Jahresalbum oder ein Reise-Scrapbook mit Kapiteln, Farbschema, wiederkehrenden Gestaltungselementen und handgeschriebenen Texten. Anspruchsvoll wird es, wenn alles liebevoll aussieht, aber nicht überladen.

Das ideale Buch zum Thema: Julia Sachs: Memory Keeper – Vintage-Journaling und Scrapbooking mit fraeuleinfotofee. Mit Schere, Stift und Stempel Erinnerungen sammeln und den Alltag kreativ gestalten, Edition Michael Fischer, 144 Seiten, 20 Euro.

Das Buch passt sehr gut, weil es Journaling und Scrapbooking verbindet: Grundlagen, zehn Vintage-Projekte und 66 Bastelpapiere machen den Einstieg leicht. Schön für alle, die nicht nur basteln, sondern Erinnerungen mit Atmosphäre gestalten möchten.

💌 Stempeln: Schnelle Muster, schöne Karten und kleine Kunstwerke

Von Ulrike Passoth

Warum mir das guttut: Stempeln macht mir Freude, da ich nicht zeichnen – aber mit Stempelmotiven hübsche Ergebnisse erzielen kann. Obwohl ich nur ein begrenztes Sortiment an Stempeln besitze, sieht jede Arbeit anderes aus, da ich die Stempel-Motive immer wieder neu kombiniere. Dazu braucht man keine Vorkenntnisse, ein bisschen Kreativität und Experimentierfreude reichen. Und ich liebe es, ganz analog auf hochwertigem Papier zu arbeiten.

Was ich dazu brauche: Das Material dafür ist übersichtlich: Ich benötige Stempel, Stempelkissen in verschiedenen Farben, Papier oder Karten (je nach Projekt), eine ebene Arbeitsfläche und eine Schutzunterlage. Wer später mehr ausprobieren möchte, ergänzt Embossing-Pulver, Aquarellfarben oder Wassertank-Pinselstifte zum Kolorieren.

Das ideale Einsteigerprojekt: Dafür empfehle ich einfache Grußkarten zu Geburtstagen oder Jubiläen. Man kann sich auf ein bis zwei Stempel beschränken und nur mit einer Farbe arbeiten. Einen schnellen Erfolg erzielt man, wenn man Muster wiederholt (z. B. Hintergrund). Kleine Fehler darf man bewusst zulassen, das gehört zum Look.

Ein Projekt für Profis: Bei mehrschichtigen Stempeltechniken (Layering) mit exakter Platzierung wird es dann schon komplizierter. Kombinationen mit anderen Techniken (Aquarell, Embossing) sind anspruchsvoller. Leichter geht’s mit Wassertank-Pinselstifte, mit denen man Stempeldrucke easy colorieren kann. Ein ambitioniertes Projekt ist ein komplettes Bullet Journal.

Das ideale Buch zum Thema: Eva Hauck, Dorina Tessmann: stempeln, drucken, schablonieren. Das Werkstattbuch für Kinder, Haupt Verlag, 141 Seiten, 24,90 Euro.

Das Buch ist zwar für Kinder, bietet aber auch Erwachsenen einen einfachen, verständlichen Einstieg in verschiedene Stempeltechniken mit vielen Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Es enthält viele konkrete Projekte. Gleichzeitig regt es dazu an, kreativ zu experimentieren und eigene Ideen zu entwickeln.

💎 Schmuck selbst machen: Kleine Lieblingsstücke mit großer Wirkung

Katja Ziegenaus veranstaltet in ihrem Münchner Laden „Link & Bikini“ Schmuck-Workshops

Warum mir das guttut: Weil ich etwas Kreatives mache, mit meinen Händen arbeite und sofort Resultate sehe, das ist sehr befriedigend. Außerdem kann man alle anderen Gedanken in der Zeit wegschieben und im Hier und Jetzt sein.

Was ich dazu brauche: Für Armbänder: 25 cm Elastische Schnur 8 mm oder 7 mm, 1 Quetschperle 2 mm, 1 Flachzange, Perlen (Keramik, Edelstein, Holz, Metall oder Kunststoff) 4 bis 12 mm mit einer Lochgröße von 1 mm, 1 Anhänger und ein Spaltring, um diesen anzubringen. Nice to have: Beading Board für Armbänder

Das ideale Einsteigerprojekt: Elastisches Perlenarmband mit einem Anhänger oder einer Quaste – bei Anhängern gerne Edelstahl wählen oder Silber (vergoldet), damit es nicht anläuft.

Ein Projekt für Profis: Ohrringe in Traubenform mit vielen kleinen Edelsteinen – hierfür braucht es ein Paar Brisuren, 24 Nietstifte aus Edelstahl mindestens 3 cm lang und 24 Edelsteinperlen 6 mm mit mittigem Loch, eine Rundzange zum biegen der Nietstifte in eine Haken-Form, Seitenschneider zum Kürzen der Nietstifte, 1 geschlossener Ring von ca. 1 cm, um die Steine und die Brisur zu verbinden.

Das ideale Buch zum Thema: Xuella Arnold, Sara Withers: 350 Tipps, Tricks & Techniken Schmuckherstellung. Das unentbehrliche Nachschlagewerk mit Antworten auf alle Fragen, frechverlag/TOPP, 160 Seiten, 16,99 Euro.

Das Buch ist als kompaktes Nachschlagewerk sehr nützlich: Es erklärt Materialien, Werkzeuge und Grundtechniken der Schmuckherstellung verständlich und eignet sich gut, wenn man nicht nur einzelne Projekte nacharbeiten, sondern die wichtigsten Handgriffe wirklich verstehen möchte.

Eine Torte wird mit frischen Blüten verziert

© Foto: StockFood/The Picture Pantry

Küchenhobbys mit Nostalgie-Faktor: Backen, Einkochen und Fermentieren

🍰 Torten dekorieren: Süße Geduldsprobe mit Wow-Effekt

Warum Ihnen das guttut: Torten dekorieren ist Backen mit Bühne. Aus Creme, Glasur, Früchten, Streuseln oder Blüten entsteht etwas, das schon vor dem ersten Bissen Freude macht. Das Schöne daran: Man muss nicht gleich dreistöckige Hochzeitstorten bauen. Auch ein schlichter Kuchen mit schöner Deko kann aussehen, als hätte man sehr lässig ein kleines Konditorwunder vollbracht.

Was Sie dazu brauchen: Eine fertig gebackene Torte oder ein Kuchen, Tortenplatte, Palette oder Winkelpalette, Spritzbeutel, Tüllen, Teigschaber, Creme, Ganache, Glasur, Früchte, essbare Blüten oder Streusel. Für den Anfang gilt: lieber wenige schöne Elemente sauber platzieren als die ganze Deko-Schublade auf einmal auskippen.

Das ideale Einsteigerprojekt: Ein einfacher Rührkuchen oder Naked Cake mit Cremehaube, Beeren und etwas Puderzucker. Das sieht schnell festlich aus, ist aber deutlich entspannter als Fondant, Marzipanrosen und „Bitte exakt mittig!“-Panik.

Ein Projekt für Profis: Eine mehrstöckige Torte mit glatter Cremehülle, Füllung, Spritzdekor und abgestimmtem Farbkonzept. Hier zählen Timing, Temperatur, Standfestigkeit und ruhige Hände – also Konditoren-Yoga mit Zucker.

Das ideale Buch zum Thema: Theresa Knipschild: Kuchen für immer. Einfach gut backen mit Theresa – das preisgekrönte Grundbackbuch: Kuchen, Torten, Kekse und Kleingebäck“, ZS Verlag, 192 Seiten, 24,99 Euro.

Ein reines Torten-Deko-Buch ist es nicht – aber genau deshalb passt es gut: Theresa Knipschild verbindet Grundrezepte mit Profitipps, Glasuren, Toppings, Füllungen und kreativen Variationen. Für Einsteigerinnen ist das oft hilfreicher als ein Spezialbuch, das gleich mit Fondant und Zuckerkunst loslegt.

🥖 Brot backen: Altes Küchenhandwerk mit Duftgarantie

Warum Ihnen das guttut: Brot backen ist das Gegenteil von Hektik: Teig ansetzen, warten, falten, wieder warten, backen. Man kann den Prozess nicht beliebig beschleunigen – und genau das macht ihn so wohltuend. Am Ende duftet die ganze Küche, und ein selbst gebackenes Brot auf dem Tisch fühlt sich an wie ein kleiner Triumph.

Was Sie dazu brauchen: Mehl, Wasser, Salz und Hefe oder Sauerteig reichen im Prinzip schon. Praktisch sind außerdem eine große Schüssel, Küchenwaage, Teigkarte, Gärkörbchen, Backpapier und ein schwerer Topf oder Backstein. Wichtig ist weniger die große Ausrüstung als Geduld: Der beste Brotgeschmack entsteht meistens beim Warten.

Das ideale Einsteigerprojekt: Ein einfaches Weizen- oder Dinkelbrot mit wenig Hefe und langer Teigruhe. Das ist unkompliziert, verzeiht kleine Fehler und zeigt sofort, wie viel Aroma schon aus wenigen Zutaten entstehen kann.

Ein Projekt für Profis: Ein Sauerteigbrot mit eigener Starterkultur, langer Teigführung und knuspriger Kruste. Wer hier einsteigt, beginnt meistens harmlos – und spricht irgendwann liebevoll mit seinem Anstellgut. Völlig normal. Angeblich.

Das ideale Buch zum Thema: Axel Schmitt: Schlank mit Brot. Abnehmen mit richtig gutem Brot und Brötchen, Gräfe und Unzer, 168 Seiten, 26 Euro.

Bäckermeister und Brotsommelier Axel Schmitt zeigt alltagstaugliche Brote, Brötchen, Focaccia und herzhafte Backideen mit guten Zutaten. Das passt gut, denn Brotbacken ist nicht nur nostalgisch, sondern immer modern und ernährungsbewusst.

🍓 Marmelade einkochen: Sommer im Glas haltbar machen

Warum Ihnen das guttut: Marmelade einkochen ist Nostalgie im besten Sinn: Früchte waschen, schneiden, rühren, probieren – und am Ende stehen kleine Gläser voller Sommer im Vorratsschrank. Das Hobby ist überschaubar, duftet großartig und macht aus Erdbeeren, Aprikosen oder Zwetschgen kleine Geschenke, die fast immer gut ankommen.

Was Sie dazu brauchen: Früchte, Gelierzucker oder ein anderes Geliermittel, Zitronensaft, einen großen Topf, Kochlöffel, Trichter, saubere Schraubgläser und Etiketten. Wichtig ist sehr sauberes Arbeiten, damit die Marmelade lange hält. Und ja: Die Gelierprobe ist der Moment der Wahrheit.

Das ideale Einsteigerprojekt: Eine klassische Erdbeer- oder Aprikosenmarmelade. Wenige Zutaten, vertrauter Geschmack, schneller Erfolg. Wer mag, ergänzt Vanille, Minze oder etwas Zitrone – aber bitte erst, nachdem die Basis sitzt.

Ein Projekt für Profis: Ungewöhnliche Kombinationen wie Kirsche-Espresso, Birne-Walnuss oder Hagebutte mit Whisky. Anspruchsvoll wird es, wenn Süße, Säure, Konsistenz und Gewürze so zusammenspielen, dass es nicht nach Küchenexperiment, sondern nach Lieblingsglas schmeckt.

Das ideale Buch zum Thema: Andreas Buhl: Heimat-Marmeladen. 150 verführerische Rezepte mit heimischem Obst, Gemüse, Blüten und Kräutern, Christian Verlag, 192 Seiten, gebunden, 29,99 Euro. Das Buch erschien am 6. Dezember 2024

Das Buch liefert nicht nur klassische Marmeladen, sondern bezieht regionale Zutaten, Kräuter, Blüten und ungewöhnlichere Kombinationen mit ein. Dadurch wirkt Einkochen nicht wie Küchenpflicht von früher, sondern wie ein kreatives Saisonhobby.

🫙 Fermentieren: Altes Küchenwissen für neue Aromen

Warum Ihnen das guttut: Fermentieren ist ein kleines Küchenwunder: Gemüse, Salz, Zeit – und plötzlich entstehen neue Aromen. Sauerkraut, Kimchi, Kombucha oder eingelegte Karotten brauchen keine große Show, sondern Geduld und Neugier. Das entschleunigt enorm, weil man nicht alles sofort kontrollieren kann. Man setzt etwas an, wartet – und lässt gute Mikroben die Arbeit machen.

Was Sie dazu brauchen: Je nach Projekt Gemüse, Salz, Wasser, saubere Gläser, Gewichte zum Beschweren und etwas Geduld. Für Kombucha braucht man zusätzlich Tee, Zucker und einen Scoby. Wichtig sind Hygiene, das richtige Salzverhältnis und ein kühler, nicht zu heller Ort. Der Rest ist Beobachten, Riechen, Probieren.

Das ideale Einsteigerprojekt: Sauerkraut oder fermentierte Karottensticks. Beides ist übersichtlich, braucht nur wenige Zutaten und zeigt sehr schön, wie sich Geschmack durch Fermentation verändert: erst mild, dann säuerlich, dann richtig interessant.

Ein Projekt für Profis: Kimchi, Kombucha oder Miso. Hier kommen mehr Zutaten, längere Reifezeiten und ein besseres Gefühl für Temperatur, Säure und Aroma ins Spiel. Wer es richtig ernst meint, landet irgendwann bei eigenen Fermentationsregalen.

Das ideale Buch zum Thema: Sam Cooper: Fermentieren. Rezepte und Techniken für Geschmack, den man nicht kaufen kann. Kimchi, Kombucha, Miso und mehr. Fundiertes Wissen einfach erklärt, Dorling Kindersley Verlag, 224 Seiten, 19,95 Euro.

Ein sehr passender, aktueller Einstieg: Sam Cooper erklärt die wichtigsten Grundlagen und Techniken anschaulich und führt von Sauerkraut und Kimchi bis Kombucha und Miso. Schön ist auch der moderne Zugang – Fermentieren wird hier nicht als Vorratsnotwendigkeit erzählt, sondern als Küchenhobby für Geschmack, Neugier und Geduld.

Feine Inspirationen aus der Küche

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    Blaubeermarmelade mit Apfel und Zimt

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    Orangentorte mit Löffelbiskuits, Butter und Frischkäse

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    Geröstetes Brot mit Spargel

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    Zucchini eingelegt, mit Fenchel und Koriandersaat

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    Zucchini eingelegt, mit Fenchel und Koriandersaat

Frau erntet bunte Blumen mit einer Gartenschere

© Foto: Stocksy/Jovana Vukotic

Grüne Hobbys zum Entspannen: Gärtnern, Pflanzenpflege und Kränze binden

🌷 Gärtnern: Grüne Auszeit an der frischen Luft

Von Ulrike Passoth

Warum mir das guttut: Ich habe zwar keinen Garten, aber einen Balkon mit Blumenkästen und Pflanzkübeln. Dort genieße ich die Arbeit an der frischen Luft. Wenn ich Blumen pflanze und Erde schleppe, habe ich mein Workout für den Tag auf alle Fälle erledigt. Ruhiger geht es zu, wenn ich Verblühtes abschneide, das ist dann fast meditativ und reduziert den Alltagsstress. Meine wichtigste tägliche Routine im Sommer: Gießen, am besten gleich morgens. Und ich freue mich natürlich über das Ergebnis meiner Gartenarbeit: Ein blühendes Paradies vor der Wohnzimmertür!

Was ich dazu brauche: Zur Grundausstattung gehören Schäufelchen, Gießkanne, Gartenschere und Handschuhe. Dazu natürlich Pflanzgefäße, deren Größe auf Balkon oder Garten abgestimmt sind. Nicht zu vergessen Erde, Samen oder Pflanzen (je nach Projekt) und von Zeit zu Zeit etwas Dünger.

Das ideale Einsteigerprojekt: Wer mit dem Gärtnern anfängt, hat schnelle Erfolge mit Kräutern auf der Fensterbank oder dem Balkon (z. B. Basilikum, Schnittlauch, Thymian) – und kann auch noch schmackhafte Toppings für Salate ernten. Empfehlenswert sind robuste Sommerblumen wie Studentenblumen, Eisenkraut oder Zinnien. Wer selbst Gemüse ernten will, versucht ein kleines Hochbeet mit Gemüse wie Radieschen oder Salat.

Ein Projekt für Profis: Alle mit mehr Erfahrung wagen sich an das Anlegen eines Mischbeets mit verschiedenen Pflanzenarten und Blühzeiten. Oder legen ihren eigenen Kompost an, um den Boden aus eigenen Ressourcen nachhaltig zu optimieren

Das ideale Buch zum Thema: Mareike Fedders: Dein Balkon summt! Insektenfreundlich gärtnern auf kleinem Raum. Mit Musterbalkonen zum Nachpflanzen“, Kosmos Verlag, 125 Seiten, 20 Euro.

Wie man selbst auf kleinem Raum einen insektenfreundlichen Balkon gestalten kann und dabei aktiv zum Artenschutz beiträgt, zeigt das Buch „Dein Balkon summt“ von Mareike Fedders. Es stellt viele typische Balkonpflanzen sowie passende Kombinationen vor und erklärt, wie sie Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten nutzen.

🌿 Indoor-Pflanzenpflege: Zimmerpflanzen hegen, vermehren und lieben

Von Ulrike Passoth

Warum mir das guttut: Zimmerpflanzen verbessern mein Raumklima und sind zugleich eine natürliche Dekoration. Ohne Zimmerpflanzen wirken Räume für mich steril, dort fühle ich mich nicht wohl. Es macht mir Freude, ihr Wachstum zu verfolgen. Klar gehört dazu auch die Pflege – aber dafür habe ich eine Routine und gieße an festen Tagen, meist nur einmal pro Woche. Ab und zu topfe ich um oder vereinzele Ableger. So kann ich auch anderen Blumenfreunden mit Baby-Pflanzen eine Freude machen.

Was ich dazu brauche: Ohne Töpfe mit Abflusslöchern sowie passende Unterschalen geht gar nichts. Dazu kommt Erde (je nach Pflanzenart z. B. Grünpflanzen- oder Kakteenerde), eine Gießkanne oder Sprühflasche und Dünger. Selbst gebastelte Pflanzschilder machen den Indoor-Garten perfekt.

Das ideale Einsteigerprojekt: Sehr robust sind Pflanzen wie Grünlilie, Efeutute oder Glücksfeder. Für diese sollte man einen festen Gießrhythmus entwickeln, damit man weder zu viel noch zu wenig wässert. Die Pflanzen gehören an einen Standort, der ihrem Lichtbedarf entspricht. Wenn der Topf zu klein geworden ist, darf man sich auch ans Umtopfen wagen.

Ein Projekt für Profis: Wer eine kleine Pflanzensammlung mit verschiedenen Standortzonen aufbauen möchte, muss schon etwas mehr Gärtnerwissen mitbringen. Spannend ist auch die Vermehrung von Pflanzen durch Stecklinge oder Teilung. Um mediterrane Pflanzen gut über den Winter zu bringen und deren Lichtverhältnisse zu optimieren, kann man sich an Experimente mit Pflanzenlampen wagen.

Das ideale Buch zum Thema: Antonia Hartwich: Zimmerpflanzenliebe. So pflegst du deine grünen Mitbewohner: Erste Hilfe, Tapetenwechsel & Wurzelmassagen, Kosmos Verlag, 160 Seiten, 26 Euro.

Das Buch bietet einen leicht verständlichen Einstieg in die Pflege von über 50 beliebten Zimmerpflanzen. Es erklärt kompakt, wie Licht, Wasser und Standort optimal abgestimmt werden, damit Pflanzen gesund wachsen. Durch viele konkrete Tipps hilft es besonders Einsteigern, typische Pflegefehler zu vermeiden und schnell Erfolg mit Pflanzen zu haben.

Projekte aus der Natur

  • Windlicht mit Blüten verziert
    DIY | Jeannette Deschler

    Ein Windlicht mit Blüten verzieren

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    Daheim

    Hochbeet aus Paletten selber bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine reiche Ernte

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    Essen

    Salat pflanzen – die besten Tipps

  • Kranz aus Eichenlaub und Holunderbeeren
    DIY

    Kranz aus der Natur selbst gemacht

🌱 Kränze binden

Ulrike Passoth ist Redakteurin bei „Frau im Leben“ und leitet das Ressort Wohnen & Erleben

Warum es mir guttut: Ich mag diese entschleunigende Arbeit mit Naturmaterialien, bei der ich etwas Handwerkliches und Schönes bastele. Die Zweige, Beeren, Blüten oder Zapfen sammle ich auf meinen Spaziergängen durch den Wald – das verbindet mich mit den Jahreszeiten. Als Basis für meine Kränze dient mir schon lange ein wiederverwendbarer Rohling mit Steckschaum. Bei der Kombination der Materialien darf ich kreativ werden, das beriet mir Freude. Und am Ende blicke ich auf ein sichtbares Ergebnis, das ich selbst dekorieren oder verschenken kann.

Was ich dazu brauche: Viele der Materialien hält die Natur bereit, wie frische oder getrocknete Materialien (Zweige, Blumen, Gräser, Beeren). Zusätzlich benötigt man einen Rohling (Drahtkranz, Strohkranz oder Metallring) sowie Drahtkrampen, Binde- oder Blumendraht und natürlich eine Gartenschere. Optional sind Heißklebepistole, Bänder, Accessoires für die Dekoration.

Das ideale Einsteigerprojekt: Ganz easy: Einen einfachen Eukalyptus- oder Grünkranz als Tür- oder Tischdekoration winden. Am besten mit nur 1 – 2 Pflanzenarten arbeiten, damit erzielt man ein ruhiges, harmonisches Ergebnis. Am besten bindet man dafür anfangs die Pflanzen nur schrittweise als kleine Bündel am Kranzrohling fest.

Ein Projekt für Profis: Saisonale Kränze mit komplexen Farbkombinationen und mehreren Materialien stehen für Fortgeschrittene im Fokus. Dazu lassen sich Trockenblumen, frische Pflanzen und Fundstücke aus der Natur gut kombinieren. Und man darf sich auch ans Experimentieren mit asymmetrischen oder sehr filigranen Designs trauen.

Das ideale Buch zum Thema: “Blumen binden und Kränze winden” von Katie Smythe und Terri Chandler, Haupt Verlag, 144 Seiten, 19,90 Euro.

Moderne und kreative Techniken zum Binden von Kränzen und Arrangements mit frischen sowie getrockneten Naturmaterialien stehen in „Blumen binden, Kränze winden“ von Katie Smythe und Terri Chandler im Fokus. Es verbindet klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit inspirierenden Beispielen für saisonale Dekorationen im natürlichen Stil. Viele gute Inspirationen, um eigene, individuelle Kranz- und Blumenprojekte für Zuhause umzusetzen.

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