Mit gezielten Bewegungen, die nicht alltäglich sind, lassen sich Körper UND Gehirn aktivieren. Neurologen und Sportwissenschaftler haben nun ein neues Ziel: fit bis 100!
Ein Kreuzworträtsel zu lösen gilt als gutes Training für das Gehirn. Doch noch viel besser sei es, einen Fuß auf ein wackeliges Holzbrett zu stellen und darauf zu balancieren oder einen Fuß vor den anderen zu setzen und mit geschlossenen Augen einen Zungenbrecher aufzusagen, sagt Michael Schiff. Der Sport-Coach ist spezialisiert auf neuronales Training.
Wer die Muskeln stärkt, stärkt auch das Gehirn
Bei dieser neuen Methode geht es nicht vorrangig ums Stärken von Muskeln, sondern um das Stärken von Nervenbahnen. Besonders jene im Gehirn bzw. jene, die Gehirn und Muskeln verbinden. So wird durch gezielte Bewegungen, die die volle Konzentration benötigen, sowohl die Aufnahme von Informationen und deren Weiterleitung an das zentrale Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) trainiert, als auch das Ansteuern und die daraus folgende Anspannung der Muskeln. Dadurch verbessert sich die geistige und auch körperliche Leistungsfähigkeit.

