Intervallfasten gehört längst nicht mehr nur zu den großen Ernährungstrends auf Social Media. Millionen Menschen schwören auf die Methode, um abzunehmen, mehr Energie zu haben und ihrem Körper regelmäßige Erholungspausen zu gönnen. Doch ist Intervallfasten wirklich mehr als nur ein kurzfristiger Hype? Und wie funktioniert es im Alltag tatsächlich?
Was ist Intervallfasten?
Beim Intervallfasten – auch intermittierendes Fasten genannt – geht es nicht darum, bestimmte Lebensmittel komplett zu verbieten oder Kalorien akribisch zu zählen. Es handelt sich auch nicht um eine klassische Fastenkur, sondern eine Methode, die die Pausen zwischen den Mahlzeiten verlängert. Bei der 14 : 10-Methode beispielsweise isst man im Zeitraum von zehn Stunden und verzichtet die übrigen 14 Stunden auf Nahrung. Bei der Variante 16 : 8 ist das Essens-Fenster acht Stunden geöffnet.
Intervallfasten lässt sich gut in den Alltag integrieren und wirkt sich positiv auf Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes aus. „Dem Prinzip kann man leicht folgen, indem man Frühstück oder Abendessen weglässt. Intervallfasten eignet sich für Menschen, die sich noch nicht ans echte Fasten herantrauen oder vor allem ihre Kalorienzufuhr reduzieren wollen“, sagt Prof. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité.
Abnehmen ohne Diät: Warum Intervallfasten funktioniert
Stunden zählen statt Kalorien: Nach diesem Prinzip funktioniert Intervallfasten. Lässt man zwischen zwei Mahlzeiten 16 Stunden verstreichen, schwinden die Pfunde langfristig – sogar wenn die Gesamtzahl der aufgenommenen Kalorien in den verbleibenden acht Stunden nicht sinkt. Grund: Der Stoffwechsel legt den Schalter um: „Leeren sich nach einigen Stunden des Fastens die Zuckerspeicher in Muskulatur und Leber, beginnt der Körper die Fettreserven abzubauen“, erklärt Prof. Michalsen.
Extra-Bonus für Frauen: Weil bei ihnen besagte Zuckerspeicher kleiner sind, kommen sie vermutlich ein oder zwei Stunden eher in den Fastenmodus als Männer.


