Bis um die Jahrtausendwende war der Fall klar: Frauen bekamen eine Hormon-Therapie verordnet, um das Auf und Ab der Hormone auszugleichen und so die Beschwerden zu lindern. Im Jahr 2000 nahmen immerhin 37 Prozent der Frauen zwischen 45 und 65 die Behandlung in Anspruch. Das hörte fast schlagartig auf, als 2002 eine große US-Studie der „Women’s Health Initiative“ veröffentlicht wurde. Darin wurde die Hormon-Therapie mit einem gesteigerten Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Brustkrebs in Verbindung gebracht. Heute weiß man: Die Studie wurde nicht korrekt interpretiert und war zudem fehlerhaft.
Ihr Wegweiser durch die Wechseljahre
Doch die Skepsis gegenüber der Hormonersatztherapie (HRT) hält sich bis heute: Nur rund sechs Prozent der Frauen zwischen 45 und 65 Jahren machten laut Techniker Krankenkasse 2020 davon Gebrauch. 2023 stieg die Zahl der Verordnungen wieder leicht an, auf knapp acht Prozent.
Aus Sicht von Medizinern ist die Hormon-Therapie die erste Wahl, um starke Hitzewallungen und Schweißausbrüche zu lindern. Sie wird auch in den medizinischen Leitlinien empfohlen, an denen sich Ärzte orientieren.
Welche Risiken und Nebenwirkungen eine Hormonersatztherapie haben kann
Heute kommen in Deutschland fast nur bioidentische Hormone zum Einsatz.…

