Ständig durstig, immer müde und auf der Waage tut sich nichts, egal, wie sehr man sich anstrengt: Für viele Frauen beginnt Diabetes schleichend - mit Symptomen, die ganz harmlos wirken oder auf die Wechseljahre geschoben werden. Dabei kann ein dauerhaft erhöhter Blutzucker langfristig Herz, Nieren und Nerven schädigen. Die gute Nachricht: Wird die Krankheit früh erkannt, lässt sie sich heute gut behandeln - und mit dem richtigen Lebensstil sogar aufhalten.
Diabetes bleibt oft unerkannt
Etwa neun Millionen Menschen leben in Deutschland mit der Diagnose Diabetes. „Hinzu kommt eine geschätzte Dunkelziffer von zwei Millionen“, sagt Prof. Susanne Reger-Tan, Direktorin der Klinik für Diabetologie und Endokrinologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen.
In über 90 Prozent der Fälle handelt es sich um Typ-2-Diabetes, eine Störung des Zuckerstoffwechsels, bei der die Blutzuckerwerte gefährlich ansteigen. „Die Krankheit entwickelt sich meist unbemerkt über Jahre hinweg. Ohne Behandlung können die Folgen für die Gesundheit gravierend sein“, erläutert die Expertin. Frauen und Männer sind zwar in etwa gleich oft betroffen, doch Typ-2-Diabetes ist , betont Prof. Reger-Tan. „Im Vergleich zu Männern haben Frauen mit Diabetes nach der Menopause ein um 40 Prozent höheres Risiko, einen zu erleiden, als gleichaltrige Männer. Ihr ist ebenfalls um 25 Prozent höher.“ Doch wer die Zusammenhänge und eigene Risikofaktoren kennt, kann rechtzeitig aktiv werden.

