Alkohol begleitet uns ständig: als Sekt zur Begrüßung, als kühles Bier am Grillabend oder als Schnaps zur Verdauung. Der Pro-Kopf-Alkoholkonsum in Deutschland liegt aktuell bei gut zehn Litern reinem Alkohol pro Jahr – 1980 waren es noch 15 Liter. Der Trend geht also zwar nach unten, jedoch raten Experten eigentlich dazu, gar keinen Alkohol zu trinken.
Denn: Es gibt keine unbedenkliche Menge. Wer gesund ist und hin und wieder ein Glas genießt, muss sich weniger Sorgen machen. Doch jeder sollte sich bewusst machen, welche Auswirkungen Alkohol haben kann – und nicht alles glauben, was über Wein, Bier und Co. Erzählt wird. Denn: Einige Alkohol-Mythen halten sich hartnäckig.
Prof. Helmut K. Seitz, Internist, Gastroenterologe und einer der renommiertesten deutschen Alkoholforscher an der Ethianum Klinik Heidelberg und der Universität Heidelberg, räumt damit auf.
Mythos 1: Ein Glas Rotwein am Tag ist gesund
Jahrzehntelang galt moderater Weinkonsum als herzschützend – wegen der enthaltenen Antioxidantien wie Resveratrol. Dieser Mythos ist inzwischen widerlegt. „Große sogenannte Mendelian-Randomisierungs-Studien haben eindeutig gezeigt: Alkohol – auch eine kleine Menge – ist Gift für den Körper. Er erhöht das Risiko für zahlreiche Krankheiten“, sagt Alkoholforscher Prof. Helmut Seitz.


