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Zecke in Zeckenzange
Frauengesundheit

Darum sind Zecken so gefährlich – und so schützen Sie sich

05/03/2026
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Franziska Wiegard
3 minutes

Vorsicht, Zecken! Die kleinen Blutsauger sind mittlerweile das ganze Jahr über aktiv und können mit ihrem Stich Krankheiten übertragen. So schützen Sie sich vor Zecken

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Foto: Shutterstock.com

Warum sind Zecken gefährlich? Diese Krankheiten können sie übertragen

Nicht jede Zecke trägt Krankheitserreger in sich. Da die Tierchen jedoch immer häufiger und in immer mehr Regionen aktiv sind, ist auch das Risiko, sich anzustecken höher. Zecken können FSME-Viren oder Borrelien übertragen. FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Borreliose greift Haut, Nerven und Gelenke an.

Warum breiten sich Zecken immer weiter aus? Neue FSME-Risikogebiete in Deutschland

2026 hat das Robert Koch-Institut wieder zwei neue Gebiete ausgerufen, in denen aufgrund von Zecken das Risiko für eine FSME-Infektion besteht. Zu den bisher bekannten 183 Regionen sind nun noch Nordsachsen und Halle (Saale) hinzugekommen. In den letzten Jahren sind immer wieder hohe Fallzahlen verzeichnet worden. Und auch in Zukunft rechnen Experten mit immer weiter steigenden Erkrankungszahlen.

Einer der Gründe dafür ist der Klimawandel: „Die wärmeren Temperaturen lassen Zecken in kühlere Regionen im Norden und im Gebirge vordrängen. In manchen Jahren sind sie selbst im Winter aktiv. Vor allem aber überleben viel mehr Zecken die wenigen Frosttage, so dass wir bereits im Frühjahr einen ersten Peak an FSME-Meldungen haben“, sagt Prof. Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Uni Hohenheim.

Wie schützt man sich vor Zecken und Krankheitserregern wie FSME und Borreliose?

Besonders wichtig ist die Immunisierung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), sie besteht aus drei Impfungen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten auf jeden Fall, wenn man in einem FSME-Risikogebiet wohnt oder dorthin reist. Es lohnt sich immer, nachzufragen.

Eine Impfung gegen Borreliose gibt es noch nicht, die Krankheit kann aber mit Antibiotika behandelt werden.

Wohnen Sie im Risiko-Gebiet? Das können Sie auf dieser Karte herausfinden.

Wie kann man einen Zeckenstich vermeiden? Die wichtigsten Schutzmaßnahmen

Bei Spaziergängen durch Wälder, Felder und Wiesen sind geschlossene Schuhe, Socken und lange Hosen der beste Schutz vor den Blutsaugern.

Zusätzlich schützen spezielle Anti-Zecken-Sprays (Repellents). Sie enthalten Stoffe, die den Menschen für die Tiere gewissermaßen unsichtbar machen. Ohne die Sprays erkennen uns Zecken zum Beispiel am Schweiß.

Nach dem Aufenthalt im Freien – auch nach einem Tag im Garten! – den Körper zeitnah sorgfältig absuchen. Zecken mögen vor allem warme Körperstellen wie Kniekehlen, Ellenbeugen, Achselhöhlen, den Haaransatz und die Pofalte.

Zeckenstich: Was tun nach einem Biss und wann sollte man zum Arzt?

Kurz gesagt: Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich! FSME-Viren kann eine infizierte Zecke innerhalb von wenigen Minuten nach dem Stich abgeben. Deshalb nicht auf den Termin beim Arzt warten.

Mit einer Zeckenkarte (Apotheke) oder einer Pinzette mit gebogener Spitze kann man sie leicht selbst entfernen. Wichtig: Hautnah greifen, nicht am Körper des Tiers packen und gerade herausziehen. Sollte ein Teil in der Haut verbleiben, keine Sorge: Der Körper stößt ihn nach einiger Zeit ab. Entzündet sich die Wunde, gehen Sie zum Arzt.

Borrelien werden meist erst nach mehreren Stunden übertragen, also wenn die Zecke zwölf bis 24 Stunden gesaugt hat. Typisches frühes Zeichen einer Infektion mit diesen Bakterien ist eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle („Wanderröte“). Sie tritt oft erst Tage bis Wochen nach dem Stich auf und sollte ärztlich abgeklärt werden.