Logo de la marque
Image de couverture de l'article
Ausgeben

Viel Geld sparen beim Einkauf

24/03/2026
JS
Jürgen Sinn
5 minutes

Mit subtilen Tricks versuchen Supermärkte, dass wir mehr Geld ausgeben als eigentlich geplant. Wer die Kniffe durchschaut und cleverer einkauft, kann Tag für Tag viel, viel Geld sparen.

Imprimer

Shutterstock.com

Große Einkaufswagen

Sofort hat man das Gefühl, dass man nur wenig gekauft hat,

dass also bestimmt noch etwas fehlt. Oder man packt doch die größere Packung in den Wagen …

Deshalb: Sofern immer möglich, nur einen Handkorb verwenden – die stehen am Eingang oft in der Ecke.

Lange Regalreihen

Die Dinge, die man häufig benötigt, wie Milch, Zucker, Kaffee, sind erst nach langen Wegen durch Regale zu finden.

Ziel ist, dass wir an möglichst vielen Produkten und Angeboten vorbeikommen. Einfacher Trick: In möglichst kleinen Märkten oder Discountern einkaufen, die ein deutlich geringeres Angebot haben.

Überall Frische-Theken

Um Neugier zu wecken, aber auch um sich ein „gesundes“ Image zu geben, sind überall Frische-Theken aufgebaut (also nicht nur die klassische Wurst- oder Käse-Theke).

Salate zum Mixen, aufgeschnittenes Obst, aber auch Sushi-Stand oder Angebote mit regionalen Produkten sollen die Aufenthalts- und damit auch die Kauf-Dauer erhöhen.

Düfte locken

Fast jeder Discounter oder Supermarkt hat inzwischen eine Back-Station.

Dabei geht es nicht nur um den Verkauf, sondern vor allem um den Duft nach frisch Gebackenem. Und da viele Kunden hungrig einkaufen, wird mehr gekauft.

Gleiches gilt übrigens auch für den Duft von frisch gebrühtem oder gemahlenem Kaffee. Deshalb: Nie hungrig zum Einkauf gehen; dann ist man auch nicht so anfällig für die wohligen Gerüche.

Überall Siegel und Logos

Fast jedes Produkt ist inzwischen mit speziellen Logos oder Aufklebern, Test-Ergebnissen oder Herkunfts-Hinweisen gekennzeichnet.

Dies soll Qualität zeigen (auch wenn viele Logos nichtssagend sind); andererseits soll es zu längerem Verweilen animieren, weil man viel zu lesen hat …

Rote und gelbe Schilder

Nur von wenigen Produkten wissen wir die konkreten Preise.

Umso empfänglicher sind wir für Hinweisschilder an den Regalen, die auf Angebote, Aktionen oder Schnäppchen hinweisen. Doch oft verbergen sich dahinter gar keine Sonderangebote …

Kleinere Packungen

Weil viele auf Preis-Erhöhungen sensibel reagieren, gehen Hersteller und Märkte andere Wege – der Preis bleibt gleich (oder sinkt sogar leicht);

dafür steckt aber viel weniger in der Verpackung, obwohl sie gleich aussieht. Deshalb: Weniger auf die Packung achten, sondern immer nur auf den 100-g-Preis (siehe unten).

Quote

ests zeigen immer wieder, dass durch bewussten Einkauf viel Geld gespart werden kann

Christine  Steffen's avatar

Christine Steffen

Verbraucherzentrale NRW

Günstiges ist versteckt

Weil niemand sich gerne bückt, werden günstigere Produkte oft an unbequemen Stellen im Regal platziert,

also ganz unten oder hinter einem Pfeiler, auf jeden Fall außerhalb des normalen Sichtfelds. Deshalb: Bücken spart oft viel Geld. Gleiches gilt übrigens für linke Regalreihen. Verkaufspsychologen haben ideale Laufwege in den Märkten ersonnen und die meisten Kunden greifen eher in rechte Regale. Deshalb öfter nach links schauen. Und Vorsicht in Kassen-Nähe: Die meisten werden gegen Ende eines Einkaufs entscheidungsmüde – und greifen schneller zu teureren Produkten.

Unklare Großpackung

Die meisten denken, Großpackungen sind günstiger.

Stimmt aber oft nicht. Damit dies nicht auffällt, werden Großpackungen oft an anderer Stelle im Markt platziert, sodass der 100-g- oder 1-Kilo-Vergleich nicht sofort möglich ist. Deshalb Aktionsware mit Großpackungen misstrauen, die auf Paletten irgendwo steht.

Aktion in dieser Woche

Ein beliebter Trick: Einzelne Produkte werden „künstlich verknappt“, indem gesagt wird, dass es diese Ware „nur noch diese Woche“ gibt;

dass es ein „spezielles Black-Friday-Angebot“ sei oder die Marke aus dem Sortiment genommen werde und ein „Abverkauf“ stattfinde. Damit appellieren Supermärkte an die Sorge, ein Schnäppchen zu verpassen.

Kinder-Einkaufswagen

Ein kluger Trick – weil Kinder selbst etwas in ihren Wagen legen wollen;

aber auch, weil Kinder langsamer gehen und so die Einkaufs-Dauer deutlich zunimmt

A visual representation related to the article.

© Shutterstock.com

Wohlige Temperatur

Auch wenn man glaubt, in einem Supermarkt ist es immer gleich temperiert, stimmt es nicht.

Mehr noch: Das Innen-Klima wird in der Regel an das Außen-Klima angepasst – ist es draußen kalt und windig, empfängt einen innen wohlige Wärme, ohne überhitzt zu wirken; ist es draußen heiß, verspricht der Aufenthalt im Markt angenehme Abkühlung, aber nie so, dass man friert. Auch darüber wird man manipuliert – Supermärkte als Orte des Wohlfühlens.

Lock-Angebote

Bei vielen sind die wöchentlichen Prospekte der Lebensmittel-Supermärkte beliebt.

Doch Vorsicht: Häufig bewerben die Märkte Produkte mit dem App-Preis. Das heißt, diesen Preis erhalten nur Kunden, die sich zuvor online registriert haben. Auf diese Weise erhalten die Märkte Zugang zu persönlichen Daten. Juristisch erlaubt ist dies.

Große Preis-Schilder

Die Größe oder Farbigkeit des Preis-Schildes sagt nichts darüber aus, wie günstig etwas ist.

Deshalb immer skeptisch sein, wenn etwas „außer der Reihe“ beworben wird.

Platzierung

Teure Lock-Angebote sind meist am Anfang der Gänge oder den Kopfseiten der Gänge platziert

– die günstigsten Produkte dagegen finden sich meist in der Gang-Mitte und häufig eher in der linken Regalreihe, weil die meisten Menschen traditionell eher nach rechts schauen.

Diese Tipps helfen beim Sparen